Als der Deutsche Tischtennis-Bund in Abstimmung mit seinen 18 Landesverbänden am 1. April die Tischtennissaison 2019/2020 wegen der Corona-Pandemie für beendet erklärte und festlegte, dass die Tabelle vom 13. März – dem Zeitpunkt der Aussetzung der Saison – in allen Spielklassen als Abschlusstabelle gilt, konnten mit den Herren 1 und den Herren 3 nur zwei Weilheimer Teams einen Haken hinter die Saison machen. Die auf dem Abstiegs-Relegationsplatz der Bezirksklasse stehenden Herren 2 mussten sich noch sechs weitere Tage gedulden, ehe dieses Mal der Landesverband bekanntgab, dass alle Teams in Württemberg und Südbaden mit der identischen Ausgangslage in der derzeitigen Spielklasse verbleiben dürfen, sofern sie dies wünschen.

Abteilungsleiter Martin Trescher fasst die verkürzte Saison wie folgt zusammen: „Die gültige Wettspielordnung hat keine Antwort auf eine Pandemie, so dass mehrere Szenarien zur Wertung der Saison denkbar waren. Die getroffenen Entscheidungen trugen dazu bei, dass unsere drei Aktiventeams allesamt ihre Saisonziele erreichten.“

Als Aufsteiger steht für die Herren 1 mit 19:9-Punkten Platz 3 und somit eine Steigerung der Vorrundenplatzierung um einen Rang in der Bezirksliga zu Buche. „Wir haben mit 8:2-Punkten eine tolle Rückrunde gespielt, zumal wir einerseits in vier von fünf Spielen krankheitsbedingt auf Martin Weiß verzichten mussten und andererseits nur gegen die Top-6 der Liga spielten. Lediglich gegen den „Meister“ aus Sondelfingen kassierten wir mit 1:9 die höchste Saisonniederlage. Mit fünf Siegen in sechs Spielen rechtfertigten die Youngster Simon Hackenberg und Dominik Glaser unsere Entscheidung, sie in der Rückrunde als Doppel 1 aufzubieten“, blickt Mannschaftsführer Alexander Haug auf die kurze Rückrunde zurück.

Fünf Spieltage vor Ende der regulären Saison hatten sich die Herren 2 bereits auf die Relegation am 10. Mai in Sonnenbühl eingestellt, da sie die Abstiegsduelle mit den Teams aus Mittelstadt und Gomaringen bereits hinter sich hatten. Angesichts von vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und fünf Punkten Rückstand auf den direkten Klassenerhalt war eine Verlängerung der Saison vor dem verkündeten Saisonende realistisch. Mannschaftsführer Marc Barunovic lässt die Saison wie folgt Revue passieren „Nach den zwei Unentschieden gegen Gomaringen und der schmerzhaften Auswärtsniederlage in Mittelstadt zu Beginn der Saison waren wir sehr erleichtert, dass uns in unserem letzten Saisonspiel gegen den FC Mittelstadt 2 erstmals ein Sieg über einen direkten Mitkonkurrenten gelang. Unsere nahezu ausgeglichen Einzelbilanzen in allen drei Paarkreuzen sowie viele enge Partien gegen besser platzierte Teams zeigen, dass wir nach dem Aufstieg in der Bezirksklasse angekommen sind. Deshalb starten wir in der kommenden Saison wiederum in dieser Spielklasse. Neuzugang Marco Lu war schnell in das Team integriert und ist mit seinem Penholderspiel schwer für die Gegner ausrechenbar.“

Die neu gemeldeten Herren 3 beendeten die „Hobbyliga“ bei drei noch ausstehenden Saisonspielen mit 17:1-Punkten und einem Minuspunkt weniger als der VfL Dettenhausen 4 auf Platz 1, hätten allerdings noch beim Zweitplatzierten antreten müssen. „Die Endplatzierung ist bei uns zweitrangig, ich freue mich allerdings, dass Fabian Möhle und unser Neuzugang Mitchell Timm in allen Saisonspielen im Einzel ungeschlagen blieben. Wichtig war, dass Fabian Möhle wieder regelmäßig zum Einsatz kam und unser Youngster Oliver Baur sowie unsere Spätstarter Uli Hufnagel und Frank Hoberg die Chance hatten, erstmals Punktspiele im Aktivenbereich zu bestreiten. Durch das vorzeitige Saisonende haben wir die Chance, frühzeitig in die Planungen für ein Sechser-Team einzusteigen. Mein Wunsch ist es, dass die Herren 3 nach einer Saison die in Vierer-Teams ausgetragene „Hobbyliga“ wieder verlassen und stattdessen in der untersten Spielklasse am regulären Spielbetrieb teilnehmen“, gibt Mannschaftsführer Dirk Neumann bereits die erste Zielstellung für die kommende Saison aus.